Trendthema Tropical: Flamingo Stickbild
Auch wenn Handarbeiten oft den Ruf haben etwas altbacken zu sein, kann man auch zeitgemäße und schöne Sachen herstellen. Heute zeige ich euch daher, wie ihr zum Trendthema Flamingo ein Stickbild fertigt, dass euch einen Hauch tropischen Gefühls ins Haus holt.

Benötigtes Material:

Schere

Stickbild Flamingo Trend


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Das Sticken vorbereiten

Bevor es mit dem eigentlichen Sticken losgeht, gibt es ein paar Dinge die man vorbereiten muss. Als Erstes spannt ihr euren Stoff so fest wie möglich in den Rahmen ein. Dazu löst ihr als erstes die Schraube, legt den Stoff über den geschlossenen Ring und drück den Teil mit der Schraube von oben auf. Der Stoff ist jetzt zwischen den Ringen. Dann schraubt ihr die Schraube zusammen und zieht dabei den Stoff glatt, sollte er Falten bilden.
 
Anschließend übertragt ihr die Vorlage oder ein eigenes Motiv mit dem Sublimatstift auf den Stoff. Natürlich könnt ihr dies auch machen, bevor der Stoff eingespannt ist, aber so könnt ihr euch besser am Rand orientieren und habt die richtigen Größen.

Stickring sticken Flamingo

Wer nicht frei Hand zeichnen möchte oder dabei unsicher ist, kann sich auch kleine Schablonen zurechtschneiden und diese dann auf dem Stoff arrangieren und nachzeichnen.Zum Schluss der Vorbereitungen überlegt ihr euch noch, welche Bereiche mit welchen Farben gefüllt werden sollen. Ihr könnt auch spontan nach den Farben greifen, ich finde es aber einfacher, wenn man es vorher festgelegt hat. Dann kann man sich auch entsprechend auf der Skizze die Bereiche markieren und Farben notieren, um nicht durcheinander zu kommen.

Stickring Stickrahmen Stickgarn

Ich habe wie folgt mit den Farben gearbeitet. Die Nummern findet ihr jeweils auf den Etiketten des Stickgarns.

Großes Blatt: 823 + 719
Filigranes Blatt: 613
Hibiskus-Blüte: 103, 704 + 309
Flamingo: 117, 115, 309, 803, 415, 420, 4055
 
 
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 Die Vorlage ausfüllen

Ist alles vorbereitet nehmt ihr euch den Garn der benötigten Farbe und schneidet euch ein Stück ab. Auch wenn es verlockend ist, sich ein ganz langes Stück abzuschneiden, sollte es nicht länger als 60cm sein. Denn je länger der Faden, umso höher die Chance, dass sich Knoten bilden, sich etwas verheddert etc. Und ja es wird auch so oft genug passieren und euch ärgern ;)

Je nachdem welche Bereiche ihr ausfüllen wollt, könnt ihr euren Faden auch noch teilen. Das fertige Garn besteht aus 6 Fäden.
Um einzelne Elemente unterschiedlich zu betonen könnt ihr also auch mit der Dicke variieren.
Für die Beine des Flamingos habe ich z.B. nur mit 3 Fäden gearbeitet.

Fädelt euren Faden dann auf die Nadel und stecht dieser von der Rückseite nach vorne durch. Zieht den Faden dann soweit durch, dass 2-3cm auf der Rückseite bleiben und haltet diesen mit dem Finger fest, so dass er nicht aus Versehen mit durchgezogen wird.
Entsprechend der Vorlage geht ihr dann immer von einer Linie zur anderen. Das heißt der Faden kommt von hinten geht über die zu füllende Fläche und geht wieder nach hinten. Dann stecht ihr von hinten neben die erste Einstichstelle, zieht den Faden nach vorne, stecht bei der Linie ein, geht wieder nach hinten und so weiter.

Sticken mit einem Stickrahmen
 
Wichtig ist es, dass ihr darauf achtet, dass sich auf der Rückseite keine Knoten bilden.
Alles sollte möglichst glatt anliegen und auch nicht zu stramm angezogen werden.Während ihr so die Flächen füllt, vernäht ihr das Stück Faden, was wir anfangs nicht durchgezogen haben. Auf diese Weise wird kein Kleber oder ähnliches benötigt. Ist ein Bereich gefüllt oder euer Faden zu Ende, dann zieht ihr ihn auf der Rückseite durch bereits vorhandenes Garn durch und schneidet den Überschuss ab. Es sollte dann weder ein Anfangs- noch ein Endstück vom Faden zu sehen sein.

Flamingo sticken mit einem Stickrahmen

Auf diese Weise füllt ihr nun nach und nach alle Elemente aus. Da der Stoff ja ständig strapaziert wird, kann es passieren dass dieser sich immer wieder mal lockert. Um besser arbeiten zu können zieht ihn einfach vorsichtig wieder stramm.
Je fester der Stoff sitzt, umso einfacher ist das Einstechen der Nadel.




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Das Stickbild fertig stellen

Ist das Bild komplett ausgefüllt, zieht ihr den Stoff noch einmal schön stramm oder spannt ihn komplett einmal neu ein, falls er nach dem Arbeiten nicht mehr mittig sitzt. Die Schraube sollte auch oben in der Mitte sein.Schneidet dann den Stoff so ab, dass noch wenigstens 2cm übrig bleiben. Schneidet ihr den Stoff zu kurz ab und löst sich dieser, habt ihr später keine Möglichkeit mehr ihn ordentlich zu spannen.

Stickring Sticken lernen
 
Den Überschuss versteckt ihr dann auf der Rückseite des Stickbildes. Wenn ihr mögt könnt ihr ihn auch am Stickrahmen mit doppelseitigem Klebeband oder ähnlichem fixieren.Und dann ist das Stickbild auch schon fertig.
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