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Näh-Lexikon

Anleitung Nr. 1762
Anleitung Nr. 1762   

Während des Nähens und beim Arbeiten mit Nadel und Faden werden Sie über viele Nähbegriffe stolpern. Wir haben die wichtigsten Begriffe rund ums Nähen einmal für Sie zusammengefasst und erläutert.

nählexikon
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Grundsätzliches:

Nähmaschine: Hier gibt es nicht nur qualitativ sehr große Unterschiede, sondern auch preislich. Lassen Sie sich am besten in einem Fachgeschäft beraten, um die geeignete Maschine für Ihre Bedürfnisse zu finden. Für den Anfang reichen meist auch die günstigeren Maschinen aus dem Discounter. In unserem Shop finden Sie auch eine große Auswahl an Nähmaschinen.

Nähmaschinennadeln: Diese gibt es in verschiedenen Größen für die unterschiedlichen Stoffe. Meist sind beim Kauf einer Nähmaschine schon Nadel und Ersatznadel enthalten. Für spezielle Stoffe, wie elastische Stoffe und schwere Stoffe wie Jeans, sollten Sie sich Spezial-Nadeln zulegen, die das Nähen vereinfachen.

Nähgarn: Garn gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Stärken. Meist reichen Standardgarne in Ihrer gewünschten Farbe aus. Sollten Sie eine Näharbeit fertigen wollen, mit zum Beispiel sehr schweren Stoffen, ist es ratsam im Handarbeitsgeschäft nach passendem Garn zu fragen, damit Ihre Arbeit später nicht kaputt geht.

Stoffschere & Rollschneider: Verwenden Sie auf jeden Fall eine Stoffschere und keine Papierschneideschere. Stoffscheren sind meist teurer und schärfer als Papierscheren und der Stahl, aus dem die Stoffscheren gefertigt sind, leidet darunter, wenn Sie Papier damit schneiden. Mit Rollschneidern gelingt das Zuschneiden sehr einfach. Auch mehrere Stofflagen schaffen diese Helfer problemlos ohne größeren Kraftaufwand. Es gibt Rollschneider mit unterschiedlichen Klingendurchmesser für die verschiedenen Nähprojekte.

Maßband, Lineal, Kreide: Zum Maßnehmen der Stoffe und für das Übertragen der Schnittmuster sind diese Hilfsmittel unerlässlich. Für das Markieren und Übertragen der Schnittmuster auf den Stoff eignen sich hervorragend Schneiderkreiden bzw. Markierstifte sowie Strich-Ex-Stifte, bei denen die Linien mit der Zeit wieder verschwinden.

Schnittmuster: Bevor Sie loslegen zu nähen, sollte Sie ein Schnittmuster mit Anleitung haben. Daran orientieren sich auch die Stoffauswahl und der Bedarf an Stoffen und Kurzwaren. Diese gibt es in Büchern, als Schnittmuster direkt zu kaufen, aber auch schon viel als kostenlose Vorlage im Internet. In unserem VBS Online Shop finden Sie viele Anleitung mit der passenden Vorlage zum kostenlosen Download.

Nähbegriffe:


Rechts auf Rechts: Mit der rechten Seite ist die schöne Seite des Stoffes gemeint. Bei bedruckten Stoffen ist dieses also die Seite auf dem das Muster ist. Bei unifarbenen Stoffen suchen Sie sich einfach die Seite aus, die Sie schöner finden. Dieses ist dann die rechte Seite. Bei dem Begriff rechts auf rechts werden die Schnittteile mit der rechten, schönen Stoffseite aufeinander gelegt, damit die Naht am vollendeten Nähstück später außen nicht zu sehen ist.

Links auf Links: Selten werden Stoffteile auch links auf links zusammengenäht. Hier legen Sie die Schnittteile so übereinander, dass die rechten guten Stoffseiten nach außen zeigen und beim Nähen zu sehen sind.

Nahtzugabe: Von einer Nahzugabe spricht man, wenn man zu der Schnittkante zur eigentlichen Naht zusätzlich noch einen Abstand berücksichtigen soll. In der Regel beträgt die Nahtzugabe 1 cm und an Säumen 3-4 cm. Sollte von einer „Nähfüßchenbreite“ die Rede sein, ist die Schnittkante direkt an der Kante des Nähfußes. Die Nahzugabe beträgt dann in der Regel 0,7 cm und ist der Abstand zur Nadel. In der Anleitung sollte vermerkt sein, ob im Schnittmuster bereits eine Nahtzugabe enthalten ist oder ob Sie diese dazurechnen müssen. Entsprechend sollten Sie die Stoffteile zuschneiden.

Stoffbruch: Besonders bei Vorder- und Rückteilen findet man häufiger den Begriff „Stoffbruch“ auf dem Schnittmuster bzw. in der Anleitung. Hiervon ist die Rede, wenn Sie das Schnittteil parallel zum Fadenlauf und Webkante doppelt legen sollen. So erhalten Sie aus einem halb vorliegenden Schnittmuster ein komplettes Stoffstück ohne Mittelnaht. Das halbe Papierschnittteil legen Sie dazu direkt ohne Nahtzugabe an den Stoffbruch.

Fadenlauf: Mit dem Fadenlauf ist die Stoffrichtung gemeint, die Sie beim Zuschneiden der Schnittteile beachten müssen. Ein gewebter Stoff besteht aus Kett- und Schussfäden. Kettfäden sind die Fäden, die auf den Webstuhl gespannt werden, Schussfäden die, die hindurch geschoben werden. Der Fadenlauf verläuft somit parallel zur Kettrichtung und zur Webkante. Wichtig ist dieses zu berücksichtigen besonders bei Kleidungsstücken und dehnbaren Stoffen, da sich der Stoff nach Fadenlauf unterschiedlich zieht und verhält. Bei gewebten Stoffen verläuft der Fadenlauf immer parallel zur Webkante, bei gestrickten Stoffen verläuft diese entlang des Maschenlaufs. Generell kann man sagen, dass entlang des Fadenlaufes die Stoffe meist weniger dehnbar sind. Webkante: Damit ist die seitliche feste Kante des Gewebes gemeint. Die Webkante verläuft immer parallel zum Fadenlauf. Da diese Kante meist fester ist als der übrige Stoff, sollten die Schnittteile nicht in diesen Bereich hineinragen.
zaubernaht
Zaubernaht, auch Leiterstich, Matratzenstich oder unsichtbare Naht genannt: Diese Naht wird verwendet, um die Öffnung eines Nähstückes auf der rechten Seite mit der Hand zu schließen. Der Vorteil dieser Naht ist, dass diese später nicht gesehen wird. Vor allem benötigen Sie diese Naht, wenn Sie ein Nähprojekt wenden oder füllen müssen und die Öffnung zum Wenden unauffällig vernähen wollen.

Die Naht wird auch Leiterstich genannt, da die Naht während des Nähens an die Sprossen einer Leiter erinnert.

Verknoten Sie das Ende Ihres Fadens. Nun stechen Sie mit Ihrer Nadel dicht am Rand der Maschinennaht von innen nach außen. Ziehen Sie den faden an und wiederholen Sie diesen Vorgang, damit das Fadenende gut gesichert ist.


Stechen Sie auf der anderen Seite auf gleicher Höhe ein. Einige Millimeter neben Ihrer Einstichstelle wieder einstechen. Je schmaler Sie die Abstände, umso feiner und schöner wird Ihre Naht. Ziehen Sie den Faden durch, aber ziehen Sie ihn noch nicht fest.

Nun wiederholen Sie den oben beschriebenen Vorgang wieder auf der anderen Seite und fahren so weiter fort bis Sie ca. zwei Zentimeter Naht erstellt haben. Nun ziehen Sie den Faden an und schließen damit die Naht.

Fahren Sie weiter fort mit den obigen Schritten bis die komplette Öffnung geschlossen ist.

Ziehen Sie zum Schluss den Faden wieder an und schließen die komplette Naht. Sichern Sie nun das Ende des Fadens, indem Sie wieder einen Teil rückwärts nähen. Dafür stechen Sie in Ihr Nähprojekt und nach ca. 1 cm wieder aus. Machen Sie einen Knoten und wiederholen Sie diesen Vorgang noch einmal. Nun stechen Sie zum Schluss ein weiteres Mal in Ihr Genähtes und stechen auf der anderen Kante wieder aus. Schneiden Sie den Faden ab, so dass das Ende des Fadens in Ihrem Nähprojekt verschwindet.


Jetzt kann Ihrem Nähprojekt nichts im Wege stehen und Sie können tolle Nähprojekte in Angriff nehmen. Als Nähanfänger empfehlen wir zuerst mit einfachen Projekten zu beginnen, um sich mit Ihrer Nähmaschine vertraut zu machen. Übung macht den Meister!




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